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Auf dieser Seite werden Tipps im Umgang mit dem Programmsystem InfoCAD
gegeben und häufig gestellte Fragen beantwortet.
Inhalt
- Lastgruppen für nichtlineare Berechnungen
erzeugen
- Knoten oder Elemente nach einer Fehlermeldung identifizieren
- Querkraftbemessung mit beanspruchungsabhängiger Druckstrebenneigung
- Beteiligte Lastfälle und deren Wichtung für ein
Kombinationsergebnis ermitteln
- Druckliste für die Ergebnisausgabe erstellen
- Bildschirminhalte ins Protokoll oder andere Programme
übernehmen (Zwischenablage)
- Ausgabe ausgewählter Datensätze auf den Drucker
- Tabelleninhalte exportieren bzw. importieren (Zwischenablage)
- Objektgruppen markieren
- Nachweise für eine Elementauswahl durchführen
Lastgruppen für nichtlineare Berechnungen
erzeugen
Für nichtlineare Berechnungen (z.B. Th. 2. Ordnung) müssen
aus vorhandenen Lastfällen vollständige Lastgruppen gebildet werden.
Dies kann automatisch erfolgen:
| Klicken Sie im Kombinationsdialog auf
die Funktion 'Kombinationen...'. Es wird eine Liste
mit allen aus der Kombinationsbeschreibung
entstehenden Varianten angezeigt.
In dieser Liste können Sie die gewünschten Kombinationen
markieren und zu Lastgruppen zusammenstellen lassen. |
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Um z.B. eine Lastgruppe zu erstellen, die bei der linearen
Berechnung die extremale Stützenkraft ergeben hat, schalten Sie
das entsprechende Ergebnis, z.B. min Nx, ein.
Jetzt rufen Sie an
der betreffenden Stütze die Kontextfunktion 'Kombinationsinfo'
auf.
Klicken Sie mit der rechten Maustaste in das Anzeigefenster.
Jetzt können Sie aus der dort ermittelten Lastzusammenstellung
direkt eine Lastgruppe erzeugen lassen.


Knoten oder Elemente nach einer Fehlermeldung
identifizieren
Treten während einer Berechnung Fehlermeldungen in der Ausgabeleiste auf, so können
die dort genannten Objekte (Knoten, Elemente, Lasten etc.) leicht durch einen
'Doppelklick' auf die entsprechende Meldung identifiziert werden. In der
Graphikoberfläche wird das betreffende Objekt markiert und der Bildausschnitt darauf
zentriert.


Erläuterung zur InfoCAD-Querkraftbemessung gemäß
DIN 1045-1 (ab Version 5.80, Juli 2002)
DIN Fachbericht 102 (ab Version 6.04, November 2003)
Das in DIN 1045-1 und DIN Fachbericht 102 aufgenommene Bemessungsverfahren basiert lt.
Zilch / Rogge (2002, S. 333f) auf einem Fachwerkmodell mit veränderlicher
Druckstrebenneigung Theta. Dabei wird abweichend vom Konzept des EC 2 der
Mindest-Druckstrebenwinkel beanspruchungsabhängig festgelegt:
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£ 3,0 für Normalbeton gem. DIN 1045-1 Gl. (73)
£ 2,0
für Leichtbeton gem. DIN 1045-1 Gl. (73)
£ 7/4
gem. DIN-FB 102 (vgl. ARS 11/2003 (11) und Ril. 804.4201(10)) |
Das Programm schlägt im Querschnittsdialog für cot Theta den Wert 1 vor (45°
Druckstrebenneigung). Davon abweichend kann der Anwender einen Wert zwischen 0,58 und 3,0
(DIN 1045-1) bzw. 0,58 und 7/4 (DIN-FB 102) frei wählen.
In der Berechnung wird der Wert für cot Theta auf den zulässigen Bereich begrenzt.
Die dann tatsächlich wirksame Druckstrebenneigung wird für jeden Nachweisort im
ausführlichen Protokoll ausgegeben.
So wird bei einer Eingabe von 3 beispielsweise immer mit der kleinsten zulässigen
Druckstrebenneigung gerechnet. Daraus folgt die minimale Querkraftbewehrung Asw,
allerdings ebenso die geringste aufnehmbare Querkraft VRd,max.
Die freie Wahl von cot Theta bietet dem Anwender somit größtmögliche Flexibilität
und ist nicht zu verwechseln mit der vereinfachten Methode nach DIN 1045-1, Abschnitt
10.3.4 (5).
Literatur
Allgemeines Rundschreiben Straßenbau
des Bundesministeriums für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen
Nr. 8/2003 Nr. 14/2003 vom 7. März 2003.
Verkehrsblatt-Verlag, Dortmund 2003.
DIN 1045-1, Juli 2001
Tragwerke aus Beton, Stahlbeton und Spannbeton
Teil 1: Bemessung und Konstruktion.
Ref.-Nr. DIN 1045-1:2001-07.
Beuth Verlag GmbH, Berlin 2001
DIN 1045-1, Juli 2002
Berichtigungen zu DIN 1045-1:2001-07.
Ref.-Nr. DIN 1045-1 Ber 1:2002-07.
Beuth Verlag GmbH, Berlin 2002.
DIN Fachbericht 102, Betonbrücken
Herausgeber: DIN Deutsches Institut für Normung e.V.
2. Auflage. Beuth Verlag GmbH, Berlin 2003.
Zilch, K.; Rogge, A.
Bemessung der Stahlbeton- und Spannbetonbauteile nach DIN 1045-1.
Beton-Kalender 2002, Bd. 1, S. 217-359.
Ernst & Sohn Verlag, Berlin 2002.

Beteiligte Lastfälle und deren Wichtung für ein
Kombinationsergebnis ermitteln
Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das gewünschte Element. Im Kontextmenü
erscheint die Option 'Kombinationsinfo'. Damit erhalten Sie für das aktuell
eingeschaltete Kombinationsergebnis die beteiligten Lastfälle mit Ihrer jeweiligen
Wichtung aufgelistet.
Die Funktion ist nur verfügbar, wenn die Ergebnisdarstellung einer Kombination aktiviert
ist.

Die Kombinationsinfo ist für Knotendeformationen, Schnittgrößen und Bodenpressungen
aller Überlagerungen (Lastfallkombination, DIN 18800, DIN-Fachbericht etc.) verfügbar.
Aus diesem Lastkollektiv kann automatisch eine Lastgruppe,
z.B. für nichtlineare Berechnungen, erstellt werden. Klicken Sie
dazu mit der rechten Maustaste in das Anzeigefenster.

Druckliste für die Ergebnisausgabe erstellen
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In die Druckliste können Druckaufträge abgelegt werden. Diese können sowohl
beliebige Systemansichten z.B. mit Ergebnisdarstellungen als auch tabellarische
Systemdaten enthalten.
Da in der Druckliste lediglich Verweise auf die gewünschten Ansichten und Tabellen
enthalten sind, werden auch nach Systemänderungen stets aktuelle Ausdrucke produziert.
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Bildschirminhalte ins Protokoll oder andere Programme
übernehmen
Der Inhalt des Darstellungsbereiches kann in die Zwischenablage kopiert und in eine
Protokolldatei oder in andere Programme eingefügt werden.
Dazu ziehen Sie bei niedergehaltener 'ALT'-Taste mit der linken Maustaste ein Fenster auf.
Mit dem Befehl Kopieren (bzw. 'Strg +C') wird dann der Bildausschnitt in die
Zwischenablage gespeichert. Dieser Ausschnitt kann nun an eine beliebige Stelle eines
Berechnungsprotokolls eingefügt ('Strg+V') werden.
Der Inhalt läßt sich in alle Programme übertragen, die das WMF-Austauschformat
unterstützen (i.d. Regel alle Windows-Programme).

Ausgabe ausgewählter Datensätze auf dem Drucker
Alle in der Datenbasis markierten Datensätze können direkt auf dem Drucker ausgegeben
werden. Bei Markierung eines geschlossenen Astes gilt die Markierung für alle zu diesem
Ast gehörenden Datensätze. Eine Vorausschau der Druckseite(n) kann in der Seitenansicht
vorgenommen werden.

Tabelleninhalte exportieren bzw. importieren
Die Tabelleninhalte können per Zwischenablage in andere Programme (z.B.
Tabellenkalkulation) übernommen werden. Dazu markieren Sie die gewünschten Zeilen und
kopieren diese mit "Strg+C" in die Zwischenablage. Der Inhalt kann nun an
beliebiger Stelle eingefügt ('Strg+V') werden.
Beim Einfügen in Tabellen ist zu beachten, daß die Spaltenanzahlen der Tabellen
übereinstimmen.

Objektgruppen markieren
Mit dem Befehl 'Gruppe markieren' können sehr leicht Auswahlen über gewünschte
Objekte getroffen werden.

Diese Art der Auswahl steht auch innerhalb der Befehle neben z.B.
zur Verfügung.

Nachweise für eine Elementauswahl durchführen
Nachweise und Berechnungen können bei Bedarf für einzelne Elemente oder
Elementgruppen (z.B. für einen Querschnittstyp) durchgeführt werden. Dazu müssen
lediglich die betroffenen Elemente oder Elementgruppen markiert werden. Das
Berechnungsmenü bietet dann die Option 'Markierte Elemente' an. Die dort gewählte
Berechnung wird nur für diese Elemente durchgeführt.

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