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Nachweise nach EN 1992-1-1
Eurocode 2: Bemessung und Konstruktion von Stahlbeton­ und
Spannbetontragwerken Teil 1-1

Das Programmsystem InfoCAD führt die Tragfähigkeits- und Gebrauchstauglichkeitsnachweise für beliebige ebene und räumlich beanspruchte Stab- und Flächentragwerke. Dabei können Bauteile ohne Vorspannung sowie vorgespannte Bauteile mit nachträglichem Verbund, ohne Verbund, mit externer Vorspannung und in Mischbauweise untersucht werden.

Zur Zeit können die Nachweise wahlweise nach den folgenden Dokumenten geführt werden:

1. EN 1992-1-1:2004 Basisdokument
2. ÖNORM B 1992-1-1:2007-02 Nationaler Anhang Österreich
3. DIN EN 1992-1-1:2007 (Entwurf) Nationaler Anhang Deutschland

 

Einwirkungen, Bemessungssituationen

Die Lastfälle werden vom Anwender lediglich den Einwirkungen nach EN 1991-1 zugeordnet. Das Programm bildet daraus unter Berücksichtigung der Sicherheits- und Kombinationsbeiwerte automatisch die maßgeblichen Bemessungswerte für die Grenzzustände der Tragfähigkeit und Gebrauchstauglichkeit. Für jede Kombination können verschiedene Bemessungssituationen in den Bau- und Endzuständen definiert werden. Im Nachweis ist das Extremum aus allen Kombinationen und Situationen maßgebend. Optional können die Nachweise auch für alle möglichen Schnittkraftkombinationen durchgeführt werden.

Nachweise im Grenzzustand der Tragfähigkeit

  • Mindestbewehrung gegen Versagen ohne Ankündigung
  • Biegung mit oder ohne Normalkraft und Normalkraft allein
  • Querkraft unter Berücksichtigung des Mindestbewehrungsgrades
  • Reine Torsion und Torsion mit Querkraft
  • Nachweis gegen Durchstanzen

Nachweise im Grenzzustand der Gebrauchstauglichkeit

  • Begrenzung der Betondruckspannungen
  • Begrenzung der Betonstahlspannungen
  • Begrenzung der Spannstahlspannungen
  • Mindestbewehrung für die Begrenzung der Rissbreite
  • Begrenzung der Rissbreite durch direkte Berechnung
  • Nachweis der Dekompression
  • Begrenzung der Verformungen

Grenzzustand der Tragfähigkeit

Die Auslegung der Bewehrungen erfolgt nach Nachweisen getrennt für die abgebildeten Bemessungssituationen. Diese wird für jede Schnittkraftkombination einzeln ermittelt. Das endgültige Resultat ergibt sich aus dem Extremwert aller berechneten Bewehrungen.

Gebrauchstauglichkeit

Die Nachweise erfolgen bei Bedarf im Zustand II unter Berücksichtigung der ermittelten maximalen Bewehrung. Zur Einhaltung der geforderten Rissbreite wird die Mindestbewehrung gegebenenfalls erhöht.

Nachweissituationen

In der nachfolgenden Tabelle ist die Verwendung der Situationen in den verschiedenen Nachweisen dargestellt. Die Ziffern verweisen auf die Kapitel der EN 1992-1-1.

Situation Tragfähigkeit Kapitel
Ständig & vorüberg.

Außergewöhnlich

Erdbeben

Längsbewehrung

Querbewehrung

Torsionsbewehrung

6.1

6.2

6.3

Charakteristisch
(selten)
Robustheitsbewehrung
(in Anlehnung an EN 1992-2:2005, 6.1(110))
9.2.1.1
Situation Gebrauchstauglichkeit Kapitel
Charakteristisch
(selten)
Betondruckspannungen
Betonstahlspannungen
Spannstahlspannungen
Rissbreite, Vorsp. mit sof. Verbund
7.2(2)
7.2(5)
7.2(5)
7.3.1DE
Häufig Dekompression, Klasse XD1-XS3
Rissbreite, Vorsp. mit Verbund
 
7.3.1
7.3.1
 
Quasi-Ständig Betondruckspannungen
Spannstahlspannungen
Dekompression, Klasse XC2-XC4
Rissbreite, Stahlbeton & Vorsp. o. Verbund
Verformungen
7.2(2)
7.2(5)DE
7.3.1
7.3.1
7.4

Ergebnisse

Die ermittelte Bewehrung kann sowohl graphisch (Höhenlinien, Farbverlauf, Schnittdarstellung oder numerisch) als auch tabellarisch ausgegeben werden. Wahlweise erfolgt dies für einzelne Nachweise oder die Gesamtbewehrung. In einem ausführlichen Protokoll werden die Nachweise dokumentiert.

Einwirkungen und Bemessungssituationen
Einwirkungen und Bemessungssituationen

Nutzeinwirkungen
Definition der Nutzeinwirkungen

Berechnungseinstellungen
Nachweisauswahl

Bewehrungsdarstellung
Untere Bewehrung mit gewählter Abstufung

Durchstanznachweis
Eingabedialog für den Durchstanznachweis