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Nachweise nach DIN 1045
Die Bemessung nach DIN 1045 ermittelt die statisch erforderliche Biege-,
Schub- und Torsionsbewehrung für räumlich beanspruchte Stab- und
Flächenquerschnitte aus den Materialien B25 bis B55.

Die Schubbemessung wird nach DIN 1045, Abschnitt 17.5, unter Zugrundelegung der
Fachwerkanalogie durchgeführt und erfolgt bei Stäben deshalb am Ersatzrechteck.
Breite Balken mit einem Seitenverhältnis Breite/Dicke > 5 werden wie Platten
behandelt (DIN 1045, Abschnitt 17.5.5.1). Dabei wird von einem Abminderungsbeiwert k1
und der Schubspannungsgrenze tau011 für Schubbereich 1
ausgegangen.
Die Bemessung erfolgt normalerweise am Gesamtsystem. Die dazu notwendigen Eingaben
erfolgen im Rahmen der Querschnittsdefinition. Zur Ermittlung der maßgebenden Bewehrung
wird der Querschnitt für alle Bemessungsschnittgrößen bemessen. Die daraus folgende
größte erforderliche Bewehrung je Lage wird gespeichert.
Zusätzlich zur Bemessung am Gesamtsystem ist der Nachweis der Schwingbreite
möglich. Hält dabei die ermittelte Bewehrung die gewünschte Schwingbreite nicht ein,
wird die Bewehrung entsprechend erhöht.
Der Durchstanznachweis wird für ausgewählte Elementknoten interaktiv
durchgeführt.
Bemessungsschnittgrößen
Unterschieden wird zwischen folgenden Bemessungsschnittgrößen:
aus Lastfällen
aus Lastfallkombinationen
für schiefwinklige Bewehrung
Die für die Biegebemessung berechneten Bemessungsschnittgrößen für Flächentragwerke
entsprechen einem plastizitätstheoretischen Ansatz nach Wolfensberger und Thürlimann.
Hierin findet die Abweichung der Bewehrung von der Rißrichtung Berücksichtigung.
Die Schubbemessung an räumlich beanspruchten Stabquerschnitten wird getrennt für die
Querkräfte Qy und Qz durchgeführt. Die gleichzeitige Wirkung von Schub- und
Torsionsbeanspruchung wird entsprechend DIN 1045, Abschn. 17.5.7 berücksichtigt.
Die Schubbemessung von Platten bzw. Schalen erfolgt für die maximale resultierende
Querkraft eines Bemessungspunktes. Die Größe der Bügelbewehrung ist somit unabhängig
von der Schnittgrößenrichtung und hat die Dimension [cm²/m²].
Bemessungsschnittgrößen für schiefwinklige Bewehrung
Die Biegebemessung von Platten mit schiefwinkligen Bewehrungsscharen erfolgt nach Kuyt
bzw. Rüsch. Hierbei errechnen sich die Bemessungsmomente mit Hilfe der Hauptmomente m1,
m2 entsprechend den z.B. in Heft 166 DAfStB angegebenen Gleichungen.
Bei Lastfallkombinationen wird entsprechend mit den Extremwerten von m1, m2 gerechnet. Bei
kombinierter Beanspruchung (Biegung und Längskraft) werden neben den Bemessungsmomenten
unabhängig Bemessungsnormalkräfte aus n1, n2 ermittelt. Diese werden dann gemeinsam der
Bemessung zugrundegelegt. Auch hierbei sollte sich eine obere Grenze der Beanspruchung
ergeben.
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